Suchthilfe

© Joerg F. Mueller / DRK

Angebote und Maßnahmen der Suchtarbeit bieten Hilfen für suchtgefährdete und suchtabhängige Personen, aber auch für betroffene Angehörige. Sie setzen präventiv schon weit vor jeder Gefährdung im Kindesalter an und begleiten die Betroffenen auf ihrem Weg zur Abstinenz und zur gelungenen Integration in Beruf und Gesellschaft.

Nicht nur Drogen, Alkohol und Medikamente machen süchtig. Es gibt viele Formen der Sucht. Die Angebote des Betreuten Wohnens, der Suchtselbsthilfe, Suchtberatung und Suchtprävention sind daher eingebunden in ein weites Netz sozialer Hilfen. Betroffene in ihren Fähigkeiten zu stärken und in ihren Eigenkräften zu fördern, damit sie wieder selbstverantwortlich handeln können, das ist unser Ziel.

Folgende Links führen Sie direkt zu unseren Angeboten im Bereich Suchthilfe auf dieser Seite:

Suchtberatung

Unsere Beratungsstelle bietet unterschiedliche Arten von Unterstützung und Hilfestellungen an. Der breite Arbeitsbogen spannt sich von der reinen informellen Sachberatung bis hin zur psychosozialen Krisenintervention. Unsere komplexe, im Dauerumbruch befindliche Gesellschaft braucht Beratungsangebote, die eine Orientierung und Neuorientierung bieten. Sie als Betroffener verfügen über Kompetenzen und Ressourcen, die in die Weiterentwicklung der Beratungsangebote mit einfließen.

Wir bieten professionelle Beratung, individuelle Hilfen und Informationen für Jugendliche und Erwachsene, Menschen die gefährdet sind abhängig zu werden oder abhängig sind.

Unsere Arbeitsschwerpunkte liegen bei:

  • Illegalen Drogen (Amphetamine, Cannabis, Opiate, Spice, …)
  • Legale Drogen (Alkohol, Nikotin, …)
  • Medikamenten
  • Glücksspiel
  • Sucht und Abhängigkeitsproblematiken (nicht Stoff gebunden)
  • Essstörungen

Wir stehen auch Angehörigen und Bezugspersonen zur Seite.

Eltern, Partner, Freunde, Kinder von abhängigen oder gefährdeten Menschen, die einen Weg suchen, wie sie ihrem Kind, ihrem Partner/-in oder Freund/-in helfen können, finden bei uns ein Angebot der Beratung und Unterstützung in ihrer besonderen Lebenssituation.

Wir arbeiten vertraulich und auf Wunsch anonym. Das offene und klärende Gespräch basiert auf Vertrauen und setzt die Einhaltung der Schweigepflicht voraus. Es entstehen Ihnen keine Kosten. Durch die langjährige Erfahrung in der Drogen- und Suchtarbeit in der Region Odenwaldkreis können wir auf eine vernetzte Zusammenarbeit mit anderen sozialen Diensten zugreifen.

Wir sind ein Team von erfahrenen Sozialarbeiter/-innen und Sozialpädagogen/-innen und verfügen über zertifizierte beraterische / therapeutische Zusatzqualifikationen. Anfragen werden so weit wie möglich Gender spezifisch dem Fachteam zugewiesen.

Unser Arbeitsspektrum:

  • Einzelberatung – Gespräche
  • Angehörigenberatung (Paar- und Familienberatung – Gespräche)
  • Informationen zu ambulanten und / oder stationären Therapiemöglichkeiten
  • Vermittlung in stationäre Therapieeinrichtungen und
  • Hilfen bei Kostenantragstellungen
  • Nachsorge / Rückfallprophylaxe
  • Krisenmanagement
  • Psychosoziale Begleitung bei substituierten Patienten
Unsere Sprechzeiten sind:
Mo: 13:00 – 16:00
Mi: 13:00 – 16:00
Do: 13:00 – 16:00

Sie können während dieser Zeiten einfach anrufen und zeitnah einen Termin vereinbaren. Auch außerhalb unserer Telefonzeiten stehen wir Ihnen via Anrufbeantworter zur Verfügung. Wir rufen Sie zurück.

Ihre Kontaktadressen bei Fragen zu Suchtberatung:

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Suchthilfezentrum DRK Odenwaldkreis
Untere Seewiese 11
64711 Erbach
06062 60770
Fax: 06062 60774
suchtberatung@drk-odenwaldkreis.de
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Peter Jann
06062 60773
peter.jann@drk-odenwaldkreis.de
Kein Mitarbeiterbild hinterlegt, sorry!
Ulrike Obermann
06062 60771
ulrike.obermann@drk-odenwaldkreis.de

Fachstelle für Suchtprävention

Was sind die Schwerpunkte der Arbeit der Fachstelle?

Die Tätigkeiten der Fachstelle für Suchtprävention lassen sich in sechs Bereiche gliedern:

 

  1. Informations- und Kommunikationsarbeit
  2. Projekte in unterschiedlichen Arbeitsfeldern entwickeln und durchführen
  3. Bildungsarbeit/Multiplikatorenschulungen
  4. Fachberatung
  5. Netzwerk- und Gremienarbeit
  6. Bewertung und Weiterentwicklung der Arbeit/Qualitätssicherung

Suchtpräventive Arbeit ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die in Kommune und Landkreis nur durch eine fach- und einrichtungsübergreifende Zusammenarbeit möglich ist. Für die Fachstelle für Suchtprävention ergeben sich hieraus folgende Aufgabenfelder:

  • Die Ziele der suchtvorbeugenden Maßnahmen sind die Stärkung der persönlichen Schutzfaktoren sowie die Förderung eines risikoarmen Konsums von Suchtmitteln, die einen späteren Suchtmittelmissbrauch verhindern sollen.
  • Vorbeugung muss frühzeitig einsetzen, langfristig angelegt sein und regelmäßig durchgeführt werden. Zielgruppen der Präventionsprojekte und Präventionsberatungen sind daher neben Schulklassen und jungen Menschen auch Multiplikatoren und Mediatoren, z.B. Eltern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kindergärten, Schulen, Vereinen und Jugendeinrichtungen. Dies mündet in die Entwicklung von Seminaren und Projekten z.B. für Jugendliche, Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, betriebliche Ausbilderinnen/Ausbilder sowie Personen mit Personalverantwortung, Funktionsträgerinnen und Funktionsträger in Vereinen.
  • Hinzu kommt die Planung, Förderung und beispielhafte Durchführung gemeindenaher vorbeugender Aktionen und Projekte.

Mit der Präventionsberatung soll erreicht werden, dass der aktuelle Kenntnisstand im Hinblick auf die Prävention des Suchtmittelmissbrauchs sowie des risikoarmen Konsums an die Multiplikatoren und Mediatoren weitergegeben wird und Anregungen für Projekte vermittelt werden.

Ihr Ansprechpartner bei Fragen zur Suchprävention:

Horst Weigel
Horst Weigel
Suchthilfezentrum des DRK Odenwaldkreis
Untere Seewiese 11
64711 Erbach
06062/607-75
Fax: 06062/607-74
suchtvorbeugung@drk-odenwaldkreis.de

Fachstelle für betriebliche Suchtprävention

Der Konsum von Alkohol, Medikamenten und illegalen Suchtmitteln sowie suchtähnliches Verhalten (z. B. pathologisches Spielen, Essstörungen) führt in Betrieben, Verwaltungen und anderen Organisationen zu erheblichen Problemen.

Circa 5 % der Beschäftigten gelten als alkoholkrank, 10 % durch riskanten Konsum als gefährdet. Weitere 5 % sind abhängig von Medikamenten und 0,5 % von illegalen Drogen.
Die Betroffenen sind bis zu 2,5-mal häufiger krank und durchschnittlich nur bis zu ca. 75 % leistungsfähig.
Bei ca. 30 % der Arbeits- und Wegeunfälle spielen Alkohol- Drogen- oder Medikamentenkonsum eine Rolle.

Die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden beeinträchtigt und hierdurch auch die Fähigkeiten der Organisation, ihre Ziele zu erreichen. Damit verbundene unkalkulierbare sowie erhöhte Fehlzeiten erschweren innerbetriebliche Abläufe und beeinträchtigen die zwischenmenschlichen Beziehungen in der Belegschaft.

Diese Risiken und ihre Folgen können reduziert werden.

Was können Sie tun?

Durch ein innerbetriebliches Konzept zur Suchtprävention können Sie negativen Entwicklungen vorbeugen.

Ein Arbeitsplatz ist ein hohes Gut. Daher haben gerade Arbeitgeber die Möglichkeit, zu einem relativ frühen Zeitpunkt bei einer dennoch eintretenden Problementwicklung mit einem konsequenten Hilfeangebot anzusetzen.

Hierdurch können sie sowohl die Entwicklung eines selbst schädigenden Verhaltens der Mitarbeiter unterbrechen als auch die Leistungsfähigkeit der Organisation erhalten. Ein frühes Mitarbeitergespräch stellt hier Weichen!

Wir bieten Ihnen Unterstützung zur Entwicklung innerbetrieblicher suchtpräventiver Aktivitäten und zum lösungsorientierten Umgang mit suchtmittelauffälligen Beschäftigten. Es umfasst neben der Vermittlung von Informationen zielgruppenbezogene, handlungsorientierte Angebote zum sachgerechten Umgang mit dem Thema und den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Die Module können einzeln gebucht werden. Gerne entwickeln wir mit Ihnen ein an Ihren Interessen und Ihrem Bedarf orientiertes Konzept. Unser Angebot richtet sich an Unternehmen, Verwaltungen, Dienstleistungsorganisationen und Verbände.

Was wir Ihnen bieten

Information und Beratung im Bereich der Betrieblichen Suchtprävention:

  • zu erprobten Handlungsansätzen/Strategien betrieblicher Suchtprävention
  • zur Erarbeitung einer Betriebs-/Dienstvereinbarung zur Suchtprävention, zur Intervention und zur Qualifizierung von Personalverantwortlichen
  • zur Entwicklung von lösungsorientierten Handlungsstrategien bei Auffälligkeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • zur Entwicklung interner Hilfeangebote
  • bei dem Erstellen eines betriebsinternen Handlungsleitfadens für Personalverantwortliche bei Verstößen gegen die Arbeitssicherheit
  • Beratung von Führungskräften im Einzelfall

Workshops/Seminare zur Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern:

  • für Führungskräfte
  • für Sicherheitsbeauftragte
  • für innerbetriebliche Suchtbeauftragte
  • für Personal- und Jugendvertretungen
  • für Ausbilder

zum Beispiel:

  • Informationen/Workshops zum Thema risikoarmer und riskanter Suchtmittelkonsum
  • Informationen zur Punktnüchternheit am Arbeitsplatz
  • Umgang mit suchtmittelauffälligen Beschäftigten

Unsere Maßnahmen werden über Rückmeldebögen und Auswertungsgespräche evaluiert.
Informationen zu den Preisen für unsere Angebote stellen wir Ihnen gerne auf Anfrage zur Verfügung.

Ihr Ansprechpartner bei Fragen zur betrieblichen Suchprävention:

Horst Weigel
Horst Weigel
Betriebliche Suchtprävention im Suchthilfezentrum des DRK Odenwaldkreis
Untere Seewiese 11
64711 Erbach
06062/607-75
Fax: 06062/607-74
bsp@drk-odenwaldkreis.de


Betreutes Wohnen

Was ist das Betreute Wohnen?

Das Betreute Wohnen richtet sich an Menschen, die von Alkohol, Medikamenten oder/und Drogen abhängig sind und neue Perspektiven für ihr Leben entwickeln wollen.

Das Betreute Wohnen für Suchtmittelabhängige bietet individuelle Hilfen zu einer selbständigen Lebensführung.

In der Regel erfolgt die Betreuung in der eigenen Wohnung. Das Betreute Wohnen bietet aber auch Wohnplätze in einer Betreuten Wohngemeinschaft.

Wer sind wir?

Das Team des Betreuten Wohnens besteht überwiegend aus pädagogischen Fachkräften (Dipl. Pädagogin, Sozialarbeiter/-innen, Sozialpädagoginnen und Erzieher/-innen). Wir bieten individuelle Betreuung in den unterschiedlichsten Lebenslagen.

Was machen wir?

Oberstes Ziel ist die Verbesserung der aktuellen Lebenssituation der Hilfesuchenden. Dabei orientieren wir uns vor allem an Ihren eigenen Vorstellungen, Wünschen und Bedürfnissen. Das Hilfeangebot umfasst eine breite Palette an Betreuungsangeboten, welche Sie selber auswählen können.

Das frei zu wählende Betreuungsangebot umfasst:

  • Sicherung der Wohnung und des Lebensunterhaltes
  • Unterstützung bei Schuldenregulierung
  • Begleitung und Hilfe bei behördlichen Angelegenheiten
  • Unterstützung bei Bankverkehr
  • Sicherung der medizinischen Versorgung
  • Entwicklung von Perspektiven
  • Förderung von Interessen und Neigungen
  • Freizeitangebote und kulturelle Angebote
  • Hilfe bei der Kontaktaufnahme zu Gruppenaktivitäten (Selbsthilfegruppen, Vereine etc.)
  • Entwicklung und Stärkung eigener Fähigkeiten
  • Krisenintervention
  • Umgang mit Krisen
  • Suchtberatung (Möglichkeiten der Minimierung von Suchtfolgeschäden und/oder Stabilisierung der Abstinenz)
  • Aufklärung über weitere Angebote der Suchtkrankenhilfe
  • Unterstützung in lebenspraktischen Angelegenheiten

Haben Sie darüber hinaus noch Anliegen, prüfen wir, ob wir auf Ihre individuellen Wünsche eingehen können.

Das Betreute Wohnen gliedert sich in verschiedene Bereiche:

Die Betreute Wohngemeinschaft für Suchtmittelabhängige, die abstinent leben möchten

Hier können Sie in einem geschützten Umfeld abstinent leben. Der enge Betreuungsrahmen kann bei Ihrer Abstinenz-Entscheidung Halt und Unterstützung bieten.

Das Betreute Einzelwohnen für Suchtmittelabhängige, die abstinent leben möchten

Sie wohnen in ihrer eigenen Wohnung und bekommen regelmäßige von uns Hausbesuche oder auf Wunsch auch Termine in unserem Büro.

Das Betreute Einzelwohnen für Substituierte

Sie sind medikamentös eingestellt um das Verlangen nach dem Suchtmittel so gering wie möglich zu halten und sich so um Ihre Angelegenheiten kümmern zu können. Unterstützung bekommen sie dabei von uns ebenfalls in der eigenen Wohnung.

Ambulantes Betreutes Wohnen für CMA (chronisch mehrfach beeinträchtigte Abhängigkeitskranke, d.h. Schwersuchtkranke)

Wenn Sie durch ihren Suchtmittelkonsum erhebliche körperliche, seelische und soziale Beeinträchtigungen haben bekommen Sie durch uns eine adäquate Betreuung in den eigenen vier Wänden. Dieses Angebot gilt auch dann, wenn Abstinenz für Sie derzeit nicht das erstrangige Ziel ist oder Sie den Suchtmittelkonsum fortführen wollen.

In einem persönlichen Vorstellungsgespräch kann geklärt werden, welcher dieser Bereiche für Sie passend wäre.

Wer kann kommen?

Für eine Aufnahme in das Betreute Wohnen des DRK müssen Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie sind mindestens 18 Jahre alt
  • Sie haben Ihren Wohnsitz im Odenwaldkreis oder möchten ihn dort gründen
  • Sie sind suchtmittelabhängig
  • Sie nehmen an dem Betreuungsangebot freiwillig teil
  • Sie haben die Bereitschaft zur Mitarbeit
  • Sie möchten sich mit Ihrer Suchterkrankung auseinandersetzen
  • Sie möchten Ihre Lebenssituation verbessern

Die Kosten für das Betreute Wohnen werden unterhalb einer bestimmten Einkommensgrenze vom Landeswohlfahrtsverband Hessen übernommen, wenn auch die unterhaltspflichtigen Angehörigen die Kosten nicht übernehmen können.

Sind noch Fragen offen?

Bitte vereinbaren Sie einen Termin zu einem unverbindlichen persönlichen Informationsgespräch.

Ihre Ansprechpartnerin bei Fragen zum Betreuten Wohnen:

Antje Wayand
Antje Wayand
   06062 60778
betreuteswohnen@drk-odenwaldkreis.de

Suchtselbsthilfegruppen

Sorgentelefon für Angehörige von Menschen mit Suchtproblemen:

06062 60767

Sie erreichen uns Freitag bis Sonntag jeweils von 8 bis 22 Uhr (sowie an gesetzl. Feiertagen)

Suchtselbsthilfegruppen des Kreisverband Odenwaldkreis

Die Angebote der Suchtselbsthilfegruppen des Kreisverband Odenwaldkreis finden Sie unter anderem hier:
www.selbsthilfe.drk-odenwaldkreis.de.

Selbsthilfegruppen Online-Forum

Besuchen Sie auch unser Online-Selbsthilfeforum: Das SHG Online ist ein bundesweites Forum für

  • Menschen mit Suchtproblemen,
  • Angehörige von Menschen mit Suchtproblemen,
  • Menschen in Trauer,
  • Menschen mit Angst und Depressionen,
  • alle Interessierten.

Selbsthilfegruppen Online Forum

Das SHG Online stellt für Sie Informationen bereit zu allen Selbsthilfegruppen des Deutschen Roten Kreuzes sowie eine Übersicht der regionalen Ansprechpartner: www.drk-shg-online.info

Ihre Ansprechpartnerin bei Fragen zu Suchtselbsthilfegruppen:

Friedel Weyrauch
Friedel Weyrauch
   06062 607-60
friedel.weyrauch@drk-odenwaldkreis.de