Einfache Handgriffe können Leben retten

Rotes Kreuz flankiert Polizei bei Präventionstag für Motorradfahrer

Wenn das Polizeipräsidium Südhessen seine Präventionsveranstaltung für Motorradfahrer anbietet, ist es auch für den Rettungsdienst des Roten Kreuzes im Odenwaldkreis Pflicht und Kür, diesen Tag zu begleiten. Schließlich ist diese Berufsgruppe bei verletzten Bikern zwingend in das Geschehen eingebunden und nach den Ersthelfern schnell vor Ort.

So war es auch für DRK-Vorstand und Notfallsanitäter Frank Sauer sowie Notfallsanitäter Marcel Steinmann am vergangenen Freitag selbstverständlich, die rund 20 teilnehmenden Motorradfahrer in den wichtigsten Handgriffen der Ersten Hilfe zu unterrichten und praktische Beispiele an vermeintlich Verunfallten zu zeigen. Dazu gehörten das richtige Abnehmen des Helmes bei Bewusstlosigkeit sowie die korrekte Durchführung der Stabilen Seitenlage bei nicht ansprechbaren Personen. Diese Techniken zeigten die professionellen Retter auf einem geräumigen Parkplatz an der Bundesstraße 45, nachdem in Polizeibegleitung und mit sachlichen Informationen angereichert mehrere Strecken mit Gefahrenpotenzial befahren sowie deren kritische Stellen erläutert wurden.

Begleitender Rettungsassistent der „Biker Safety Tour“ war Rainer Miksch vom Roten Kreuz, der selbst leidenschaftlicher Motorradfahrer ist und in seinem Beruf schon viele Notfallsituationen in dieser Hinsicht versorgt hat. „Es geht uns darum, den Fahrern die Scheu vor dem Helfen zu nehmen. Wenn man ein paar einfache Dinge beachtet, wird man nämlich nichts verkehrt machen. Das kann bedeuten, eventuell schwerwiegende Folgen für den gestürzten Patienten zu vermeiden, ja vielleicht sogar dessen Leben zu retten“, informierten Sauer und Steinmann im Nachgang.

„Der Nachmittag war für alle auf Augenhöhe agierenden Beteiligten ein Erfolg mit verständlich dargebotenen Inhalten. Wir vom Roten Kreuz unterstützen diese Angebote der Polizei aus voller Überzeugung“, konstatiert Rettungsassistent und DRK-Werkstattleiter Miksch.