Rauchfreie Autos für Schwangere – Ein Plus für das werdende Leben

Rotes Kreuz übergibt erläuternde Parkscheiben an Geburtsklinik des Gesundheitszentrums

„Es ist mir ein besonderes Anliegen, diese Aktion zu unterstützen. Denn nicht nur für Kinder, sondern auch für Schwangere kann Tabakrauch gefährlich sein“, sagt Prof. h.c. Dr. Julia Mann, Chefärztin der Frauenklink im Gesundheitszentrum in Erbach. Damit weist sie gemeinsam mit der Fachstelle für Suchtprävention beim Roten Kreuz im Odenwaldkreis auf die Risiken des aktiven und passiven Rauchens hin.  

Diesen vorbeugenden Fingerzeig hat nun der bei der Hilfsorganisation hierfür zuständige Sozialarbeiter Horst Weigel mit der Übergabe von zirka 400 Parkscheiben unterstrichen, auf deren Rückseiten die hohen Schadstoffbelastungen durch den Rauch von Tabak für Kinder und werdende Mütter kurz erklärt und klar signalisiert werden. 

„Rauchen schädigt, nachhaltig und sicher. Seriöse Studien haben den Zusammenhang zwischen Passivrauchen und einer erhöhten Rate an Fällen des Plötzlichen Kindstodes beschrieben. Das ist meines Erachtens ein starkes Argument, das Rauchen zu unterlassen. Schließlich werden hier auf kleinem Raum große Mengen an Schadstoffen freigesetzt“, formuliert die stellvertretende leitende Hebamme Kerstin Jaedicke. 

Wie das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg herausgefunden hat, verzichtet etwa ein Drittel der Raucher nicht auf das Qualmen im Auto. „Hochgerechnet auf die Bevölkerung Deutschlands, müssen schätzungsweise rund 800.000 Kinder und Jugendliche im Auto ihrer Eltern passiv rauchen“, heißt es in der Quelle. 

Nun setzen der Kreisverband des Roten Kreuzes und die Geburtsklinik des Gesundheitszentrums mit den informativen Parkscheiben ein Zeichen.  Das Projekt wird von der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen (HLS) getragen und von der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) unterstützt. 

„Eine Parkscheibe findet im Alltag regelmäßige Anwendung und die Botschaft auf deren Rückseite wird auch gelesen“, weiß der Fachberater vom Roten Kreuz. Passend zum Weltnichtrauchertag am Dienstag, dem 31. Mai, hat Weigel die Scheiben kürzlich an die Geburtsklinik übergeben. Dort lässt man sie zeitnah den werdenden Müttern zukommen und stellt sie auf der Geburtsabteilung somit den frischgebackenen Eltern zur Mitnahme zur Verfügung.