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DRK ehrt Blutspender

Die Aufnahme zeigt von links nach rechts: Jutta Menges, Uwe Bauer, Suayip Akdag mit Ehefrau, Dieter Lang, Bruno Wick, die Stellvertretende Kreisvorsitzende Gudrun Nielsen, Wolfgang Birkenfeld und Margot Kaus. © Holger Wießmann / DRK

Mit jeweils 75 Blutspenden haben Margot Kaus, Wolfgang Birkenfeld, Dieter Lang und Bruno Wick mit dazu beigetragen, Menschenleben zu retten, ebenso Jutta Menges, Suayip Akdag und Uwe Bauer, die alle 50 Mal Blut gespendet haben. Dafür wurden sie jetzt vom Kreisverband des Roten Kreuzes in Erbach als Mehrfachspender geehrt.

Die entsprechenden Ehrennadeln des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg-Hessen mit den dazugehörenden Urkunden und kleinen Präsenten der Odenwälder Rotkreuzorganisation wurden den Geehrten von der stellvertretenden Kreisvorsitzenden Gudrun Nielsen für diese besonderen Leistungen, die dadurch anerkannt und gewürdigt werden, überreicht.

„Eine schwere Krankheit, ein plötzlicher Unfall – jeder kann ganz schnell in die Situation kommen, Blutpräparate zu benötigen. Erst jetzt wird den meisten Menschen bewusst, wie wichtig eine Blutspende ist“, so die DRK-Vertreterin.

Wie Nielsen weiter betonte, ist es bis heute noch nicht gelungen, einen, dem Blut ebenbürtigen, Ersatz, eine Art künstliches Blut, für die Anwendung am Patienten zur Transfusion herzustellen, so dass nach wie vor viele Patienten auf die freiwilligen und unentgeltlichen Blutspenden gesunder Menschen ab 18 Jahren angewiesen sind.

Derzeit werden in Hessen ca. 900 und in Baden-Württemberg ca. 1.800 Blutspenden täglich für die Blutversorgung der Patienten benötigt. Der DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen gGmbH stellt heute zu ca. 90 % die Versorgung beider Bundesländer mit Blutprodukten sicher. Dazu gehört aber, so Nielsen weiter, dass immer genügend Blutkonserven zur Verfügung stehen und die müssen zuvor von jemandem gespendet worden sein.

Wie die stellvertretende Kreisvorsitzende weiter betont, dienen die Blutspenden aber auch der eigenen Sicherheit der Spender, denn bei krankhaften Befunden wird dieser automatisch benachrichtigt, um eine entsprechende Behandlung einleiten zu können. Bedingt durch z.B. blutsparende Behandlungs- und Operationsmethoden und einen wesentlich respektiveren Einsatz von Blutpräparaten, war erstmals in der 60jährigen Geschichte des Blutspendewesens der Blutverbrauch zuletzt leicht rückläufig, steigt aktuell jedoch wieder, da er insbesondere bei immer mehr älteren Menschen für Behandlungen, Transfusionen notwendig sein wird.

Dennoch, so Nielsen, wird auch heute jeder Spender zur Sicherstellung einer hochqualitativen Versorgung benötigt. Hierzu muss man wissen, dass insgesamt derzeit nur 3 % der Bevölkerung Blut spenden. Im Odenwaldkreis werden durchschnittlich jährlich rund 50 Blutspendetermine mit über 4.000 Blutspendern durchgeführt, wobei 2017 311 Erstspender mit dabei waren.

„Die Bereitschaft unserer Odenwälder Bevölkerung, freiwillig und unentgeltlich Blut zu spenden, verdient besondere Anerkennung. Schließlich ist die Bereitwilligkeit der Blutspender, Kranke und Unfallverletzte mit Blutkonserven zu versorgen, eine lebensrettende Hilfe“, so Nielsen weiter.

In diesem Zusammenhang betont sie, dass neben der kostenlosen Blutspende auch die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in den Ortsvereinen des Roten Kreuzes mit dazu beitragen, die Gesamtkosten des Blutspendedienstes so niedrig wie möglich zu halten. Diese leisten Jahr für Jahr unzählige unbezahlte Arbeitsstunden für diesen Dienst, wodurch nicht zuletzt die Kosten im Gesundheitssystem stabil gehalten werden. Auch ist die kostenlose Bereitstellung von Räumlichkeit, die in erster Linie durch die Kommunen erfolgen, dankbar anzuerkennen.

„Auch in unserer, als materialistisch und konsumfreudig bezeichneten Gegenwart, ist der Wille zum Helfen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten, noch weit verbreitet. Dafür danke ich Ihnen im Auftrag des Deutschen Roten Kreuzes sehr herzlich und hoffe, dass Sie dieser menschlichen Hilfe auch weiter verbunden bleiben“, so die stellvertretende Kreisvorsitzende Gudrun Nielsen abschließend.