Hilfe für Angehörige von Menschen mit Suchterkrankungen

Rotes Kreuz hat auch die Familie der Betroffenen im Blick
Angehörige von Menschen mit Suchterkrankungen sind stark belastet – dennoch stehen sie selten im Fokus der Aufmerksamkeit und sehen sich der Situation oft hilflos gegenüber. Der Vortrag von Dr. Larissa Hornig (salus kliniken Bad Nauheim) richtet den Blick auf dieses Problem und klärt über Hilfsangebote auf. Die Veranstaltung findet am 10. März 2026 um 18 Uhr in den Räumlichkeiten des DRK-Selbsthilfezentrums statt. Der Eintritt ist frei.
Angehörige von Menschen mit Suchtproblemen leiden häufig unter psychischen und sozialen Belastungen. Das gilt sowohl für Frauen als auch für Männer. Deren Alltag wird hierdurch stark beeinträchtigt. Trotz dieser Erkenntnisse gibt es aber in Deutschland zu wenig Angebote für diese Menschen. Sie erfahren kaum fachliche Unterstützung, obwohl sie diese dringend benötigen. Die Bedarfe nach Hilfe und Beratung werden immer mehr. Experten sprechen gar von einer Vernachlässigung der Angehörigen im deutschen Suchthilfesystem.
Nun legt die Suchttherapeutin Dr. Larissa Hornig am Dienstag, den 10. März, beim DRK in Erbach eine kritische Bestandsaufnahme der aktuellen Angebote für Angehörige vor. Ihr Ziel ist es, konkrete Vorschläge zu entwickeln, wie die Suchthilfe Angehörige besser unterstützen kann. Dabei bezieht Hornig Ergebnisse ihrer eigenen Studien in ihren Vortrag mit ein.
Die Referentin
Dr. Larissa Hornig arbeitet seit 2015 im Rahmen der stationären medizinischen Rehabilitation in den salus kliniken Bad Nauheim (ehemals salus klinik Friedrichsdorf). Dort ist sie als zertifizierte Suchttherapeutin VT in der Bezugstherapie und Adaption tätig. Ihre Promotion zur Gestaltung adressat:innenorientierter Angebote für Partner:innen von Betroffenen mit Substanzgebrauchsstörung im Rahmen der medizinischen Rehabilitation von Abhängigkeitserkrankungen konnte sie in 2025 abschließen.
Die kostenfreie Veranstaltung wird von der AOK unterstützt und findet um 18 Uhr in den Räumlichkeiten des DRK-Selbsthilfezentrums in der Bahnstraße 43 in Erbach (Eingang Alte Poststraße) statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Ihre Ansprechpartnerin
Friedel Weyrauch
Leitung DRK-Selbsthilfezentrum



