13. Juli 2026

Neues Angebot der DRK-Suchtberatung für Eltern

Rotes Kreuz jetzt kompetent in der Schulung Erziehungsberechtigter von gefährdeten Heranwachsenden

Die Beraterinnen Zorica Fritsch und Lena Raubach haben durch einen Zertifizierungskurs in Berlin eine neue Qualifikation erworben. Frühintervention bei Drogenmissbrauch in der Adoleszenz (FriDA) nennt sich diese Spezialausbildung. In Ergänzung zu bereits bestehenden, ist dies ein neu entwickeltes und bereits erprobtes Programm, das familienorientiert arbeitet.

Jugendliche experimentieren häufig mit legalen und illegalen Drogen, insbesondere mit Cannabis und Alkohol. Darüber hinaus stellt der überbordende Umgang mit Medien oft Herausforderungen dar. Solche Verhaltensweisen können zu ernsthaften Schwierigkeiten oder zu einer Abhängigkeitsproblematik führen. Viele Eltern fühlen sich unsicher, wie sie mit den Veränderungen umgehen sollen, die sie an ihren Kindern bemerken. Sie suchen Orientierung, Rat und praktische Tipps, um die Situation zu bewältigen. Zudem wollen sie das Wohlergehen ihres Kindes fördern. In dieser neuen Form der Beratung muss der Veränderungswunsch bei den Jugendlichen selbst noch gar nicht so groß sein.

Das Ziel der FriDA-Beratung ist es, eine gemeinsame Einschätzung über den Gefährdungsgrad zu gewinnen und die Kommunikation sowie das Miteinander in der Familie zu stärken. Eltern werden unterstützt, das Konsumverhalten ihrer Kinder besser einzuschätzen und eine klare erzieherische Haltung zu entwickeln. Neben praktischen Tipps geht es darum, Vertrauen innerhalb der Familie wiederherzustellen und konstruktive Gespräche zu fördern. 

Der Konsum von Drogen, auch von Alkohol und Medien, kann das ganze Spektrum von risikoarmem Konsum bis zu gravierenden Suchtproblemen umfassen. Hier werden Jugendliche in ihren Konsumentscheidungen ernst genommen und je nach bereits vorhandenen Risiken bzw. negativen Auswirkungen zu einem stärkeren Risikobewusstsein oder auch einer Verhaltensänderung motiviert. Typische Fragen können sein:

  • Wie riskant ist der Drogen- oder Medienkonsum meines Kindes wirklich?
  • Welche Gefahren bestehen für die Entwicklung?
  • Wie können Eltern ihr Kind unterstützen und gleichzeitig klare Grenzen setzen?
  • Was tun, wenn Elternteile unterschiedliche Ansichten haben?
  • Wie können Jugendliche das Vertrauen der Eltern zurückgewinnen?

Interessenten melden sich ohne Verpflichtungen bei der Suchtberatungsstelle des Roten Kreuzes telefonisch unter 06062 607-730 oder per E-Mail an: suchtberatung@drk-odenwaldkreis.de

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