„Jetzt immer schön gleichmäßig und rhythmisch drücken“

Adrian Knecht vom DRK zeigt in Schulen, wie man Leben retten kann
Der Notfallsanitäter und Ausbilder Adrian Knecht vom Roten Kreuz in Erbach hat den Durchblick. Nicht nur, weil er nach der Schule eine Lehre als Augenoptiker begonnen hat, sondern weil er jetzt mit seinem Konzept an die Bildungsstätten geht und Schülerinnen und Schüler die Herzdruckmassage lehrt. Dies stets mit Eifer und Humor.
Knecht ist Überzeugungstäter. So kommt er an, so nimmt er die Jugendlichen mit. „Seit kurzer Zeit ist dieser Unterricht in den siebten Klassen in Hessen sogar Pflicht, er steht im Lehrplan“, informiert der Mann, der genau weiß, warum er dies tut. In seinen Jahren als Notfallsanitäter war er oft bei Reanimationen zugegen und hat mitbekommen, was passiert, wenn man nichts tut. Nämlich nichts. Das Todesurteil für den Patienten war gesprochen. Während andere Anbieter die Schulen mit günstigen Trainingspuppen versorgen und dann die Lehrkräfte mit der Aufgabe betreuen, kommt Knecht in die Klassen und bietet ein klasse Programm. „Nichts geht über Authentizität und einen Mittler, der mit dem Thema Erfahrung hat“, diagnostiziert der Mann, der regelmäßig ganze Jahrgänge für die gute Sache motiviert.
„Für die Termine werden Jugendliche aus dem Schulsanitätsdienst vom Unterricht befreit, um beim praktischen Teil zu helfen. Dabei entdecken Schülerinnen und Schüler immer wieder ihr Interesse am Thema Erste Hilfe. Viele werden Mitglied bei mir in der Arbeitsgemeinschaft“, weiß Knecht zu berichten.
Zudem bildet der Retter sogenannte Juniorhelferinnen und Juniorhelfer in den vierten Klassen an Grundschulen aus. Er lehrt sie, wie man bei leichten Verletzungen Pflaster klebt, sachgerecht verbindet und schnell Hilfe holt. „Diese sind dann der Nachwuchs für die Schulsanitätsdienste an den weiterführenden Schulen“, erläutert Adrian Knecht.
Und was ist der Schulsanitätsdienst? Knecht: „Schülerinnen und Schüler lernen Erste Hilfe und übernehmen Verantwortung, indem sie an den weiterführenden Schulen bei Verletzungen und Notfällen helfen.“
Im Schuljahr 2024/2025 hat er rund 500 Schüler ausgebildet, im Folgejahr waren es bereits über 600 Schüler gewesen.Nicht wenige werden Mitglied im Jugendrotkreuz, wo sie soziales Engagement lernen und leben können, sich für die Umwelt und die Gesundheit stark machen dürfen sowie mit diesen Kompetenzen für Frieden und Völkerverständigung eintreten. Dies ist dann neutrales politisches Handeln im Sinne der Grundsätze der weltweiten Rotkreuzgemeinschaft.
Zurzeit ist der DRK-Kreisverband Odenwaldkreis der einzige, der in dieser Regelmäßigkeit die Ausbildung an Schulen anbietet. Diese Angebote kostenfrei.
Kontakt
Adrian Knecht
Koordination Schulsanitätsdienst



