Erste Hilfe in der Natur ist eine besondere Herausforderung

Rotes Kreuz bietet Kurse für Wanderer und Mountainbiker an
Mountainbiker und Wanderer sind oft in Wäldern und auf Wiesenwegen unterwegs. Das nächste Dorf ist nicht mit einem Sprung zu erreichen. Doch was tun, wenn der Wanderer über eine Wurzel springt, hängen bleibt und sich den Fuß verstaucht? Wie handeln, wenn der Mountainbiker beim Bremsen über den Lenker absteigt, sich abfangen will und dabei das Handgelenk bricht? Bis der Rettungswagen sich durchgekämpft hat, dauert es eine Zeit und nicht immer ist man mobil und kann gehen. Nicht jeder hat eine Notfalltasche dabei.
Deshalb bietet das Rote Kreuz im Odenwaldkreis Kurse in Erster Hilfe für Outdoor-Aktivitäten an. „Dabei lernt man, wie man sich mit den verfügbaren Mitteln im Gelände erstversorgen kann“, erläutert DRK-Ausbilder Andy Walther. Welche Vorkommnisse und Unfälle gehören zu den häufigsten in der Natur?
Im theoretischen Teil, der morgens stattfindet, erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie man die lebenswichtigen Funktionen beim Menschen prüft, wie die stabile Seitenlage bei Bewusstlosigkeit funktioniert oder wie man die Atemwege sichert. Der Sonnenstich, die Erschöpfung, ein Krampfanfall, aber auch die Symptome eines Herzinfarktes, eines Schlaganfalls und die Unterzuckerung werden besprochen.
Nachmittags werden in der Natur die Helmabnahme, die Herz-Lungen-Wiederbelebung und andere Techniken trainiert. Zudem gehen die Ausbilderinnen und Ausbilder auf bedrohliche Blutungen ein und zeigen deren Versorgung sowie die richtige Behandlung von Knochenbrüchen. Dann darf geübt werden.
„Der erste Kurs ist bereits gut angenommen worden“, informiert Walther. Ab dem nächsten Jahr möchte das Rote Kreuz diese Kurse von März bis Oktober anbieten. Die Termine werden dann im Online-Buchungsportal der Erste-Hilfe-Kurse bekannt gegeben.
Interesse geweckt?
Informieren Sie sich über die konkreten Inhalte bei unserem Ausbilder Andy Walther.
Andy Walther
Koordination Breitenausbildung



