Selbsthilfegruppen für Menschen mit Alkohol- und Medikamentenproblemen

Rotes Kreuz bietet Unterstützung an
Alkoholische Getränke sind stets verfügbar und zählen landläufig nicht als Droge. Dabei ist das maßvolle Trinken nicht das Problem, sondern der überbordende Konsum. Dann fällt die Maske und der Alkohol zeigt sein wahres Gesicht, seine Gefahren und Folgen.
Die Volksdroge offenbart ihr hässliches Antlitz: Ohne ihn geht es kaum, ohne ihn wird man fahrig, schwitzt und wird nervös. Die benötigten Mengen werden mehr, das Verlangen ist fast unstillbar. Stimmungsschwankungen, Angstzustände und Depressionen lauern. Freundschaften und soziale Kontakte leiden. Es stellen sich Entzugssymptome ein, die nicht nur die Gesundheit beeinträchtigen, sondern auch innerfamiliär und auf der Arbeit zu erheblichen Schwierigkeiten führen können.
Medikamente: Nicht-indizierte Einnahme führt zu Abhängigkeit
Bei rezeptpflichtigen Medikamenten ist man aufmerksamer. Doch auch hier besteht die Gefahr in der Menge und der Regelmäßigkeit des Konsums. Zwar benötigen viele Menschen im Zuge von Unruhe, Schlafstörungen, Panikattacken oder akuten Erregungszuständen Mittel wie Valium oder Tavor. Das ist keine Frage und vollkommen berechtigt. Aber bei diesen Arzneien aus der Gruppe der Benzodiazepine ist Vorsicht geboten: Schnell kann die positive Empfindung des entspannenden Gefühls bei nicht indizierter Einnahme zur Abhängigkeit führen. Besonders wenn die Anwender labile Patienten sind, die sich allein auf diese so harmlos wirkenden Helfer verlassen.
Abstinent zu werden ist eine große Herausforderung, doch bei nicht wenigen Menschen die Königslösung. Die DRK-Selbsthilfegruppen für „Menschen mit Alkohol – und Medikamentenproblemen“ unterstützen, der Weg wird gemeinsam gegangen. Man trifft auf Verständnis und nicht auf den erhobenen Zeigefinger.
Selbsthilfegruppe für Menschen mit Alkohol – und Medikamentenproblemen
Wann & wo?
Die regelmäßigen Treffen finden jeden Montag von 19 bis 20.30 Uhr und donnerstags von 16 bis 17.30 Uhr im DRK-Selbsthilfezentrum in der Bahnstraße 43 (Barrierefreier Eingang Alte Poststraße) in Erbach statt. Jeden ersten Montag trifft man sich zusätzlich von 19 bis 20.30 Uhr in der Gemeindeverwaltung Brensbach, Ezyer Straße 5.
Die Teilnahme ist kostenlos und streng vertraulich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, auf Wunsch kann auch ein Einzelgespräch vereinbart werden.
Offene Sprechstunden bietet das Rote Kreuz dienstags von 13 bis 15 Uhr und donnerstags von 9.30 bis 11.30 Uhr an. Informationen gibt es bei Friedel Weyrauch unter Tel. 06062 / 607601 und 0162 / 2578 112 oder der E-Mail: selbsthilfe@drk-odenwaldkreis.de Näheres findet sich auf der Homepage des DRK-Selbsthilfezentrums.