Rotes-Kreuz-Zeichen darf nicht von Privatpersonen genutzt werden

Verwendung ist nur einem engen und genau definierten Kreis vorbehalten

Uns erreichen immer mehr Berichte, über Menschen, die unbedingt helfen wollen und sich als Schutz deshalb das Rote Kreuz z. B. irgendwo auf ihr eigenes Auto kleben. Das ist sehr problematisch, denn aus guten Gründen darf nicht jeder das Schutzzeichen verwenden.

Das Rote Kreuz ist – neben dem Roten Halbmond und dem Roten Kristall – ein weltweit völkerrechtlich anerkanntes Schutz- und Kennzeichen. Und diese Funktionen kann es nur dann erfüllen, wenn das Symbol geachtet wird, ihm Vertrauen entgegengebracht wird und es nicht missbraucht wird.

Deshalb ist seine Verwendung einem engen und genau definierten Kreis vorbehalten: den Komponenten der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung und den Sanitätsdiensten und -einheiten. Das Symbol des Roten Kreuzes schützt diese insbesondere in bewaffneten Konflikten vor Angriffen. Gleichzeitig müssen sie sich aber auch streng an die damit verbundenen Grundsätze halten, vor allem die neutrale und unparteiische humanitäre Hilfe für Menschen in Not.

Genau diese in einem bewaffneten Konflikt essentielle und offiziell anerkannte Schutz- und Kennzeichnungsfunktion ist aber in Gefahr, wenn plötzlich immer mehr Privatpersonen und -initiativen das Rote Kreuz unbefugt nutzen. Solche Vorfälle verwässern das Emblem, mindern seine Wirkung und gefährden somit letzten Endes alle, die im Konfliktgebiet humanitäre Hilfe leisten bzw. diese empfangen.

Was bedeutet das Rote Kreuz als Schutz- und Kennzeichen?

Wer darf welches Zeichen verwenden und was haben die Genfer Konventionen damit zu tun? Folgende Bildergalerie klärt auf.

Video: Die Schutzzeichen der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung

Das folgende kurze Erklärvideo informiert über die Funktion der Schutzzeichen Rotes Kreuz, Roter Halbmond und Roter Kristall.