Rotes Kreuz informiert über Maßnahmen und Hilfeleistungen im Ukraine-Konflikt

Vorbereitungen zur Aufnahme von Flüchtenden laufen – Bei Sachspenden wird um Zurückhaltung gebeten

Wie der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes im Odenwaldkreis mitteilt, sei bezüglich der aktuellen Situation in der Ukraine die Bereitschaft zur Hilfeleistung aus der Bevölkerung enorm. Dies begrüßen die Verantwortlichen, bitten aber gleichzeitig um Verständnis für die aktuellen Einschränkungen. Denn sämtliche Aktionen von Orts- oder Kreisverbänden des Roten Kreuzes unterliegen derzeit der organisatorischen und logistischen Planung des Generalsekretariats in Berlin. 

„In dieser unübersichtlichen Lage kommt einem einheitlichen und koordinierten Agieren eine große Bedeutung zu“, merkt DRK-Generalsekretär Christian Reuter an. „Gut gemeinte, aber nicht abgestimmte Lieferungen füllen Lagerhäuser, sie binden Transport-und Sortierkapazitäten.“ Daher bittet der Kreisverband Odenwaldkreis um Nachsicht, dass derzeit keine materiellen Spenden angenommen werden. 

Auch finden momentan aufgrund der unklaren Lage vor Ort keine Transporte in die Krisenregion statt. Dort ist das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) aktiv und leistet beeindruckende Arbeit. Bei privaten Hilfsfahrten in die Region erinnert das DRK daran, dass man dessen Symbol nicht benutzen darf. Das Rote Kreuz ist ein Hoheitszeichen und unterliegt strengen und genau definierten Bestimmungen in seiner Verwendung. 

Der DRK-Kreisverband Odenwaldkreis hat seine freien Kapazitäten an Personal und Fahrzeugen den übergeordneten Stellen gemeldet, um bei Bedarf Verletzte und Kranke nach Deutschland zu holen und kann diese kurzfristig aktivieren. 

Zurzeit denkt man hier sogar schon weiter und klärt eventuelle Unterbringungsmöglichkeiten für zu erwartende Flüchtende ab, auch wenn man derzeit davon ausgeht, dass diese zum Großteil in den Nachbarstaaten der Ukraine Aufnahme finden werden. „Wir verstehen, dass die Sorge und Angst um Familienangehörige, Freunde und Bekannte in der Ukraine groß ist. Daher können diesbezügliche Fragen an die E-Mail-Adresse: flucht-migration@drk.de gerichtet werden“, informiert DRK-Vorstand Frank Sauer. 

Suchanfragen, auch wenn momentan keine aktive Suche in der Ukraine möglich ist, werden vom DRK-Suchdienst und von allen DRK-Suchdienstberatungsstellen über die Seite https://www.drk-suchdienst.de entgegengenommen.    

„Wer jetzt helfen möchte, tut dies am besten mit finanziellen Spenden, denn diese sind flexibel zu handhaben und können auf die exakten Bedarfe vor Ort abgestimmt werden“, so DRK-Vorstand Sauer. 

Spendenkonto Nothilfe Ukraine

Das allgemeine DRK-Spendenkonto für die Ukraine lautet:

„Nothilfe Ukraine“
IBAN: DE 633 7020 500000 5023 307
BIC: BFSWDE33XXX.

Weitere Informationen finden Sie auch auf: www.drk.de/nothilfe-ukraine