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Picobello schließt zum 31.12.2019

Picobello schließt zum 31.12.2019

Die Odenwälder Rotkreuzorganisation wird ihr Arbeitsprojekt Picobello in der Bad Königer Werkstraße zum 31.12. dieses Jahres schließen.

Wirtschaftliche Gründe, bedingt durch geänderte gesetzliche Rahmenbedingungen, nicht zuletzt aufgrund der vom Gesetzgeber gewollten arbeitsmarktpolitischen Reformen, sind die Ursachen. So hat sich die finanzielle Förderung durch Bundesmittel in den letzten Jahren erheblich reduziert. „Leider ist es uns nicht gelungen, die fehlenden Mittel durch Mehrerlöse aus dem Geschäftsbetrieb auszugleichen“, bedauert Kreisgeschäftsführer Holger Wießmann die Entwicklungen.

Picobello als erfolgreiche Integrationmaßnahme

„In seinem Ursprung“, so DRK-Kreisvorsitzender Georg Kaciala, „war Picobello angedacht, um durch ein Angebot von Beschäftigungsmöglichkeiten sozial benachteiligte Personen in der Arbeitsmarktintegration zu unterstützen“.

Den Teilnehmenden sollte durch gemeinnützige Arbeitsgelegenheiten in erster Linie beim Start oder der Rückkehr in das Erwerbsleben geholfen werden, womit auch ein Stück soziale Integration verbunden ist. „Dies ist uns teilweise sehr gut gelungen“, so Kaciala weiter. „Auch die Suche nach Lösungen für eine Fortführung von Picobello hat leider keinen Erfolg gebracht“, so der Kreisvorsitzende.

Ausschlaggebend für die DRK-Verantwortlichen war letzten Endes die fehlende langfristige Perspektive, Picobello wirtschaftlich vertretbar weiter zu betreiben.

Zu verantwortungsvollen Umgang mit Geldern verpflichtet

Auch das Rote Kreuz ist entsprechend seinen Grundsätzen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Mitgliedsbeiträgen, Spenden und öffentlichen Geldern verpflichtet. Hinzu kommt, dass sich ein Projekt wie Picobello, das auch als wirtschaftlicher Zweckbetrieb eingeordnet ist, durchaus selbst tragen muss. „Dieses Ziel haben wir in den letzten 3 Jahren leider nicht mehr erreicht“, betont Schatzmeister Helmut Nowak. „Letztendlich können wir unsere sozialen Verpflichtungen nur dann erfüllen, wenn hierfür ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung stehen bzw. Aufgaben mit ehrenamtlichem Engagement bewältigt werden können“, so der Kreisvorsitzende.

Annahme von Möbelspenden eingeschränkt

Was den weiteren Betrieb von Picobello betrifft, so bittet die für Soziale Belange beim DRK zuständige Hauptabteilungsleiterin Dagmar Emig-Mally um Verständnis, dass die Annahme von Möbelspenden eingeschränkt werden muss. Dies dahingehend, dass bis zum 31.08.2019 insbesondere nur noch große und gut erhaltene Möbelstücke abgeholt werden können, wobei die Abholtage auf dienstags und freitags begrenzt sind.

Sachspenden können zunächst weiter bei Picobello abgegeben werden. Auch bleiben die Öffnungszeiten zunächst unverändert.