Neue Gesprächsgruppen beim DRK-Kreisverband

Trauerarbeit im Fokus

DRK-Kreisvorsitzender Georg Kaciala, Helga Schmidtke, Sternenkinderzentrum Odenwald e.V., Friedel Weyrauch, Sprecherin der DRK-Selbsthilfegruppen und Adelheid Schultheiß, DRK-Landesleiterin der Sozialarbeit (v. li.) © Holger Wießmann / DRK

Mit gleich zwei neuen Selbsthilfeangeboten will die Odenwälder Rotkreuzorganisation ab September 2017 in Kooperation mit dem Verein Sternenkinderzentrum Odenwald e.V. trauernde Kinder sowie Eltern von Sternenkindern bei der Bewältigung ihrer Trauer unterstützen.

Georg Kaciala, Kreisvorsitzender des Odenwälder Rotkreuzvereins, konnte zur Vorstellung der neuen Gruppen zahlreiche Gäste begrüßen. So waren die DRK-Landesleiterin der Sozialarbeit, Adelheid Schultheiß, die Vorsitzende des Odenwälder Hospizvereins, Dr. Erika Ober, Pfarrerin Sabine Färber-Awischus, Erbachs Bürgermeister Harald Buschmann wie auch Vertreter verschiedener Dienststellen der Kreisverwaltung und vom Vorstand des DRK-Kreisverbandes zu einem runden Tisch zusammengekommen, um sich über die beiden Angebote zu informieren.

Vorgestellt wurden die neuen Gruppenangebote von Friedel Weyrauch, die sich im DRK seit vielen Jahren als Kreis-, Landes- und Bundessprecherin für Selbsthilfegruppen engagiert, wie auch von Helga Schmidtke vom Sternenkinderzentrum Odenwaldkreis e.V., die künftig ehrenamtlich beide Gruppen leiten wird.

In seiner Begrüßung betonte Kaciala die Wichtigkeit der Trauerbegleitung von Betroffenen, wo die künftige Kooperation von Rotem Kreuz und Sternenkinderzentrum ein deutliches Zeichen nach außen setzt. „Gemeinsam wollen wir hier einen geschützten Raum schaffen, um Geschwistern, Eltern, Großeltern, Paten und Freunden die Möglichkeit des Austauschs und der Trauerarbeit zu geben.“

„Vor dem Hintergrund, dass in der heutigen hektischen Zeit oftmals das Funktionieren-Müssen im Vordergrund steht und der Trauer keinen Raum lässt, kommt der Unterstützung von Trauernden eine besondere Bedeutung zu, so Kaciala.“ Dies gilt ganz besonders für Kinder, die einen solchen Verlust zu bewältigen haben und für Eltern, denen ein Baby bereits im Mutterleib oder kurz nach der Geburt gestorben ist.

Dass der Bedarf für die Gesprächsgruppen groß ist und angenommen werden wird, davon sind Schmidtke und Weyrauch überzeugt. Beide Frauen greifen unter anderem auch auf Erfahrungen aus jenen Jahren zurück, als es unter dem Dach des Roten Kreuzes bereits ein solches Angebot für trauernde Kinder gab. Hinzu kommen die Kompetenzen von Helga Schmidtke, die als Bestatterin von Sternenkindern selbständig arbeitet.

Ab Montag, dem 04. September, jeweils einmal im Monat, werden sich die beiden Gruppen im DRK-Ausbildungs- und Suchthilfezentrum, Bahnstraße 43, in Erbach, treffen. Die Kinder von 16.00 bis 18.00 Uhr, die Erwachsenen von 19.00 bis 21.00 Uhr.

In der Gruppe für Eltern von Sternenkindern sind ebenso Mütter und Väter willkommen, deren Kind an einer lebensverkürzenden Krankheit leidet.

Als Kontaktperson steht Friedel Weyrauch unter 0162-25 78 112 zur Verfügung.