Frische Fachkräfte verstärken das Team

Rettungsdienst des Roten Kreuzes freut sich über fünf neue Notfallsanitäter

Dass die medizinische Notfallrettung in der heutigen Zeit weit mehr ist als das Einladen von Patienten in einen Krankenwagen, ist nach langen Jahren des Kampfes um ein solides und tragfähiges Berufsbild in den Köpfen der meisten Menschen angekommen. 

So muss man, um Notfallsanitäter zu werden, analog zu anderen Berufen, mittlerweile drei Jahre lernen und einen mittleren Bildungsabschluss vorweisen. Diese Lehrjahre teilen sich in Praktika auf den Rettungswachen, Unterrichtszeiten an speziellen Schulen und Hospitationen in Kliniken auf. Fundierte Kenntnisse in Anatomie, den Hauptfächern Innere Medizin und Chirurgie samt vieler ergänzender Fachrichtungen sind Pflicht. 

Den Abschluss bildet eine Prüfung, in der drei Tage schriftlich und einen Tag mündlich die Kenntnisse an hoch angelegter Messlatte getestet werden. Hinzu kommt die praktische Prüfung, in der es Fallbeispiele der unterschiedlichsten Gestaltung nach festgelegten Algorithmen abzuarbeiten gilt. Eine vierköpfige Fachkommission befindet über die Ergebnisse. 

Fünf Absolventen des DRK-Rettungsdienstes im Kreisverband Odenwaldkreis haben nun mit Bravour beim ersten Anlauf ihr Examen als Notfallsanitäter, der höchsten Qualifikation der nichtklinischen medizinischen Assistenzberufe, an der kooperierenden Aka-Med Rettungsdienstschule in Heppenheim bestanden. Sie werden mit Festvertag in Kürze als frische Fachkräfte im Rettungsdienstbezirk ihre Arbeit aufnehmen. 

Lars Trautmann (24) wird im Wechsel auf den Wachen in Hetzbach und Stockheim eingesetzt, Larissa Jakubczyk findet ihren zukünftigen Dienstort in Breuberg und Alex Breid (23) arbeitet demnächst in Gersprenz. Felix Willms (23) verrichtet seinen Dienst ebenfalls in Breuberg. Magdalena Nöske (23) möchte nach Bedarf zwischen den elf Rettungswachen wechseln. Ein flexibel gestalteter Dienstplan macht dies möglich. Alle fünf Absolventen waren zuvor bereits als Rettungssanitäter beim Roten Kreuz tätig gewesen und haben zum Teil dort auch ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert. Nun werden die jungen Leute eigenverantwortlich arbeiten und ihre Kenntnisse bei Bedarf dem Wohl der Kreisbevölkerung zugutekommen lassen. 

Ergänzend unterstreicht DRK-Vorstand Frank Sauer die Qualität der Ausbildung zum Notfallsanitäter in der Hilfsorganisation: „Die intensive Betreuung durch erfahrene Praxisanleiter in unserem Ausbildungskonzept machen eine engmaschige Begleitung der Auszubildenden möglich. Dies gewährleistet einen stets gespiegelten Lernprozess. Inzwischen bilden wir acht Notfallsanitäter pro Jahrgang aus. Ab diesem Jahr werden zudem Rettungssanitäter über fünf Jahre berufsbegleitend für diese Tätigkeit qualifiziert.“ 

Präsident Georg Kaciala gratuliert den fünf Absolventen ebenso und betont: „Es ist mir sehr wichtig, den Rettungsdienst des Odenwaldkreises auf hohem Niveau zu wissen. Dies gibt der Bevölkerung Sicherheit sowie Vertrauen in unseren Kreisverband, der neuen Entwicklungen in der vorklinischen Notfallmedizin, nach Rücksprache mit unserem Ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes, immer aufgeschlossen ist. “ 

Beim Deutschen Roten Kreuz im Odenwaldkreis sind derzeit 102 Rettungssanitäter und mit den frisch geprüften Kräften 70 eigenverantwortlich arbeitende Notfallsanitäter beschäftigt.