DRK sagt danke

Mitarbeiter und Helfer der Notunterkunft verabschiedet

William Walker (l.) und Georg Kacila (r.)
Als Erinnerung an ein besonderes Ereignis überreichte Kreisvorsitzende Georg Kacila (rechts im Bild) stellvertretend für alle Helfer und Mitarbeiter eine „Helfertasse“ an den vom DRK eingesetzten Leiter der Notunterkunft William Walker.

Rund 100 Mitarbeiter und freiwillige Helfer der Notunterkunft Relypark waren der Einladung der Odenwälder Rotkreuzorganisation zu einem gemütlichen Beisammensein in der ehemaligen Notunterkunft für Flüchtlinge gefolgt.

In einem Rückblick erinnerte DRK-Kreisvorsitzender Georg Kaciala an die Entwicklungen, die mit einem Einsatzbefehl des Hessischen Sozialministers an Landrat Frank Matiaske Anfang Oktober 2015 begannen. Schnellstmöglich sollte im Odenwaldkreis eine Notunterkunft für bis zu 1.000 Flüchtlinge eingerichtet werden. Eine Herausforderung, die der Landrat mit seinem Stab der Unteren Katastrophenschutzbehörde unter Leitung von Kreisbrandinspektor Friedrich und unterstützt von DRK, Feuerwehren, Technischem Hilfswerk und zahlreichen freiwilligen und ungebundenen Helfern, meisterte.

Kaciala erinnerte daran, dass in recht kurzer Zeit eine Notunterkunft entstand, die für ihre Art beispielhaft war und die ab 1. Dezember 2015 vom DRK-Kreisverband mit hauptamtlichen Mitarbeitern, unterstützt von einer großer Anzahl ehrenamtlich tätiger Helfer, weitergeführt wurde.

„Mit der Schließung der Notunterkunft endet für uns eine Geschichte, die für uns alle eine besondere Herausforderung, ein besonderes Ereignis, ja auch ein besonderes Erlebnis bildete.“ – Georg Kaciala, DRK-Kreisvorsitzender

Der aktuellen Flüchtlingssituation geschuldet, wurde die Einrichtung vom Hessischen Sozialminister geschlossen. Die letzten Flüchtlinge haben die Notunterkunft am 27. Juni verlassen; sie wurden in eine Erstaufnahmeeinrichtung des Landes nach Hanau verlegt. „Mit der Schließung der Notunterkunft endet für uns eine Geschichte, die für uns alle eine besondere Herausforderung, ein besonderes Ereignis, ja auch ein besonderes Erlebnis bildete“, so der Kreisvorsitzende.

Allein beim DRK sind damals 40 neue Arbeitsplätze entstanden. Ein neues, frisch zusammengewürfeltes Team wurde gebildet. Die Aufgaben, die zu bewältigen waren, gab es in keiner Stellenbeschreibung und dennoch wurden sie mit Bravour gemeistert. Kaciala dankte auch den vielen ehrenamtlichen Helfern sowie den Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes TKS, des Essenlieferanten Integra und den eingesetzten Ärzten, die mit dazu beitrugen, dass sich die in der Notunterkunft Schutz suchenden Menschen den Umständen entsprechend wohl und sicher fühlen konnten. Diesen Eindruck bestätigten auch Erster Kreisbeigeordneter Oliver Grobeis und Kreisbrandinspektor Horst Friedrich, die ebenfalls die Gelegenheit nutzten, um sich bei engagierten Mitarbeitern und Helfern zu bedanken.