Die Feuerwehren im Fokus

Rotes Kreuz impft Brandschützer und Technisches Hilfswerk

Die Freude ist Kreisbrandinspektor Horst Friedrich förmlich anzusehen, als er erleichtert aufatmet. Denn das Warten auf die ersten Impfdosen für die Feuerwehren im Odenwaldkreis hat ein Ende. Allen zirka 2000 aktiven Brandschützern wurde kürzlich ein Impfangebot gemacht und mit der Verabreichung der Injektionen am vergangenen Wochenende begonnen. 

Durch zwei mobile Teams des Roten Kreuzes hatten die Impflinge der Priorisierungsgruppe 3 ihr Vakzin erhalten, was für Entspannung unter den Einsatzkräften sorgt. Alle Aktiven, die noch nicht durch das Impfzentrum versorgt waren, konnten sich für diese Termine anmelden. 

„Natürlich steht hier der Schutz unserer Leute im Vordergrund, denn wir können uns ja nicht aussuchen, ob wir in den Einsatz gehen oder nicht“, kommentiert Horst Friedrich. Er führt die unvermeidbare Nähe zum Patienten während der Hilfe bei Verkehrsunfällen als Beispiel an. „Aber auch auf den Alarmfahrten entspannt sich die Situation. Denn wir können dann wieder in der üblichen Besetzung der Fahrzeuge ausrücken. Das alles natürlich erst, wenn die zweite Impfung stattgefunden hat.“ 

Ebenso denkt der Kreischef der Feuerwehren an die Familien der Aktiven. Schließlich profitierten auch diese von einem vollgeimpften Mitglied. Das weitere Maskentragen hält Friedrich momentan noch für eine Selbstverständlichkeit. Die Feuerwehr habe sich in letzter Zeit mit Online-Ausbildungen über Wasser gehalten. Doch dies sei eine der Pandemie geschuldete Notlösung. 

„Feuerwehrarbeit ist praktisches Üben in realen Situationen. Damit können wir nach der Impfung wieder einsteigen“, freut sich Horst Friedrich und nennt die Sonder-Impftermine eine prima Sache. 

Dem pflichtet auch Peter Greiter, Ortsbeauftragter des Technischen Hilfswerks (THW), in Michelstadt bei. „Wir nehmen gerne an der Aktion teil. Allein für dieses Wochenende haben sich 14 unserer rund 40 Aktiven angemeldet. Auch bei uns entspannt dies die Lage natürlich ungemein“, kommentiert der THW-Mann. 

Mit im Pool der Impflinge sind auch rund 200 Angehörige des Katastrophenschutzes, bestehend aus je zwei Sanitäts- und Betreuungszügen, die vom Roten Kreuz unterhalten werden. Insgesamt hatten am Wochenende 263 Einsatzkräfte ihre erste Impfung erhalten, informiert Projektleiter Oliver Keil vom DRK.