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DRK-Rettungsdienst passt Einsatzfahrzeuge an Vorgaben an

Mehr Sitzplätze und eine bessere Warnwirkung im Notfall

Rettungswagen des DRK

Eine an die aktuellen Erfordernisse angepasste Funktionalität und eine verbesserte Warnwirkung waren zwei Vorgaben, die die Abteilung Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes bei der Neubeschaffung zweier Rettungswagen geleitet haben.

Denn als Ausbildungsbetrieb müssen nach den geltenden Bestimmungen Fahrzeuge vorgehalten werden, die im Patientenraum über drei zugelassene Sitzmöglichkeiten verfügen, was bisher nicht notwendig war. Da das hiesige DRK in Verbindung mit der ebenfalls in der Kreisstadt ansässigen Rettungsdienstschule incentiveMed nun vermehrt die neue Berufsausbildung zum Notfallsanitäter anbietet, musste nun den dafür vorgesehenen Vorschriften entsprochen werden.

Dies bedeutet, dass bei medizinischen Notfällen genügend Sitzplätze für den Notarzt, den Praktikanten und den anleitenden Rettungsdienstmitarbeiter nachgewiesen werden müssen. Den Fahrzeugführer mitgerechnet, der mittlerweile zumindest die Qualifikation des Rettungssanitäters nachzuweisen hat, macht dies eine Fachkraft mehr bei den Einsätzen. Hierfür hat das Ausstattungsteam Umstellungen beim Equipment vorgenommen und die Sauerstoffeinheit so gestaltet, dass Kapazitäten für eine weitere Möglichkeit zum Sitzen während der Fahrt möglich geworden sind. In abgewandelter Form betrifft diese Modifizierung bei der Sauerstoffplatzierung auch die restlichen Rettungswagen, womit der effizienten Patientenversorgung Rechnung getragen wird.

Ausgeführt wurden die Änderungen von einem professionellen Sonderfahrzeugausbauer aus Neubrandenburg. Somit verfügen die beiden neuen Rettungswagen nun über zwei Sitze in Fahrtrichtung und einen dem Kopf des Patienten zugewandten Klappsitz. Dies ermöglicht eine optimierte Betreuung des zu Versorgenden und des Praktikanten. Gleichermaßen hat man durch eine hoch reflektierende Beklebung der Hecktüren die rückwärtigen Zugänge in leuchtenden Warnfarben gestaltet, was den oftmals zwangsweise ungünstigen Haltesituationen bei Notfällen auf der Straße zugutekommt. Ebenso wurde die akustische Signalanlage für eine bessere Abstrahlung versetzt, was ein noch zeitigeres Aufmerken der Verkehrsteilnehmer bewirken soll.

Mit diesen beiden Neuanschaffungen verfügt der hiesige hauptamtliche Rettungsdienst des DRK über 13 Rettungswagen (RTW) auf zehn Rettungswachen und hält zwei Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) vor, welche die Notfallmediziner zu den Orten des jeweiligen Geschehens bringen.

Die nunmehr dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter löst den Beruf des Rettungsassistenten ab. Dies bedeutet eine lange erwartete Angleichung an das duale Ausbildungssystem in Deutschland und stellt diese Qualifikation mit allen anderen anerkannten Berufsbildern gleich.